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Wir unterstützen Bila Zerkwa in der Ukraine
Notstromaggregat und zwei Abwasserpumpen gehen auf die Reise
Was es heißt, wenn die Heizung im Winter dauerhaft kalt bleibt, aus dem Wasserhahn kein einziger Tropfen Wasser fließt und Strom allenfalls stundenweise zur Verfügung steht, können sich wohl die wenigsten von uns vorstellen. Hinzu kommt, dass auch die Abwasserentsorgung nur sehr eingeschränkt oder gar nicht funktioniert, was weitere Probleme nach sich zieht.
Das alles ist für viele Bürgerinnen und Bürger der Ukraine mittlerweile trauriger Alltag.
Diese Realität war für den Deutschen Städtetag auf Initiative der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) Grund für einen Spendenaufruf im Bereich der Wasserwirtschaft deutscher Kommunen.
„Hier trat jetzt die Stadt Braunschweig auf den Plan“, erzählt Dr. Franziska Gromadecki, Geschäftsführerin beim Abwasserverband Braunschweig in Wendeburg. „Seit Dezember 2022 unterhält die Stadt eine Solidaritätspartnerschaft mit der zentralukrainischen Stadt Bila Zerkwa und unterstützt die Partnerkommune seitdem mit umfangreichen Sachspenden und Hilfsgütern. Wir wurden gefragt, ob wir mit technischen Ausstattungsgegenständen aus unserem Tätigkeitsbereich der Abwasserentsorgung helfen können.“
Tatsächlich verwahrte der Verband ein altes, aber funktionstüchtiges Notstromaggregat, das auch als Reserve nicht mehr vorgehalten werden musste, auf dem Betriebsgelände. Außerdem lagerten dort zwei einsatzfähige Schmutzwasserpumpen, für die es aktuell keine Verwendung mehr gab.
Über die Stadt Braunschweig wurde schnell geklärt, dass die beiden Pumpen und der Generator in Bila Zerkwa sehr willkommen sind und für das städtisches Unternehmen („City Customer Service“) eingeplant werden. Dieses ist für die Betreuung der städtischen Wohnungswirtschaft zuständig.
Die Überführung der Hilfsgüter in die Ukraine wird durch die Stadt Braunschweig organisatorisch unterstützt.
Anfang März rollte auf das Betriebsgelände in Ersehof ein ukrainischer LKW. Mitarbeiter des Verbandes packten mit an und verluden alle Spenden.
„Ich freue mich, dass wir helfen konnten und hoffe, dass unsere Ausstattung das Leben in Bila Zerkwa etwas weniger beschwerlich werden lässt,“ erklärt Dr. Gromadecki abschließend.


